Trends & Tipps beim Kombinieren von Farben

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Für uns alle gehört das Kombinieren von Farben zu unserem Alltag, und zwar nicht nur jeden Morgen bei der Wahl, was wir für den Tag anziehen, sondern auch bei vielen anderen Angelegenheiten. Für manche von uns ist leicht zu erkennen, welche Farbkombinationen harmonisch aussehen, für andere gehört etwas Übung dazu.

In diesem Artikel möchten wir dir einen Einblick in die Welt der Farben und ihre Kombinationsmöglichkeiten geben. Gerne kannst du dann etwas experimentieren und dein Wissen aus diesem Artikel anwenden. Wir wünschen dir viel Spaß beim Durchstöbern deines Kleiderschranks auf der Suche nach einen bislang noch nicht so verwendetem Outfit.

Das Wichtigste in Kürze

  • Welche Farben kombiniert werden sollten und zusammenpassen, beruht auf dem Farbkreis und hängt davon ab, welche Wirkung du mit deinem Outfit erzielen möchtest.
  •  Egal ob du dich für einen harmonischen Look oder Kontraste entscheidest, du kannst aus vielen tollen Farbkombinationen auswählen und dich dabei von verschiedenen Tools unterstützen lassen.
  • Beim Kombinieren von Farben solltest du dich nicht immer an die Regeln halten und auch Outfits ausprobieren, die dir spontan einfallen. Je nach Farbintensität können auch Farben zusammen gut aussehen, von denen sonst gesagt wird, dass sie nicht zusammen passen.

Was du über das Kombinieren von Farben wissen solltest

Hier möchten wir dir bei den wichtigsten Fragen zum Thema Farben kombinieren zur Seite stehen. Wir haben einige Fragen für dich ausgesucht und beantworten diese für dich. Wir möchten dir damit einiges an Hintergrundwissen in Bezug auf das Kombinieren von Farben vermitteln.

Welche Farben sollte ich nicht miteinander kombinieren?

Immer wieder entstehen Stilregeln, die dann wieder verworfen werden. Manchmal gilt es No-Gos zu brechen und so werden No-Gos zu Trends. Oft wird gesagt, dass Primär- und Sekundärfarben nicht miteinander kombiniert werden sollten, weil sie im Farbkreis zu eng beieinanderliegen.

Mittlerweile ist dies aber nicht mehr die herrschende Meinung und Pink und Rot gelten beispielsweise als Color-Blocking-Looks. Lerne die Regeln auch zu brechen und probiere verschiedene Farbkombinationen aus. Du kannst Looks erschaffen, an die du vorher nicht gedacht hättest.

Welche Farben passen zusammen?

Der Farbkreis aus der klassischen Farbenlehre kann dir beim Kombinieren von Farben als Orientierung dienen. Im Innersten des Kreises befinden sich die drei Primärfarben Rot, Gelb und Blau, aus denen sich alle anderen Farbtöne mischen lassen.

Mischt man zwei Primärfarben, ergibt sich eine Sekundärfarbe wie etwa Grün. Möchtest du einen Kontrast setzen, kannst du zwei Farben wählen, die sich im Kreis gegenüberliegen. Für eine harmonische Farbkombination wählst du zwei Farben, die sich im Farbkreis nebeneinander befinden.

Schwarz, Weiß und Grauabstufungen werden als Nichtfarben bezeichnet. Sie bilden eine wunderbare Grundlage für dein Outfit und können mit allen Farben kombiniert werden.
Meist wird auch Beige in der Mode zu den Nichtfarben dazugezählt, da Beige nicht viel Aufmerksamkeit im Vergleich zu anderen, intensiven Farben auf sich zieht. Eine Hose in einer Nichtfarbe passt zu jedem farbigen Oberteil und lässt sich auch mit Nichtfarben toll kombinieren.

Welche Farben passen zu meinem Typ?

Die Theorie der vier Farbtypen basiert auf den Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Zu welchem saisonalen Typ du gehört, hängt von dem warmen oder kühlen Unterton deiner Haut, Haare und Augen ab und davon, wie hell oder dunkel dein Haar ist.

Farbtyp Aussehen passende Farben
Frühlingstyp Warmer, goldener Hautunterton, Sommersprossen, Augen sind meist hell (goldgrün, blau mit warmen Nuancen, bernsteinfarben), Blonde oder Braune Haare mit goldenem Schein Gelb- und Rottöne, gelbliche Grün
Sommertyp Rosig zart mit bläulichem Hautunterton, kann Sommersprossen haben, Kühle Augenfarbe wie Blau, Blaugrün oder Grau, Blonde Haare oder Braune mit aschigem Unterton Weiß, Blau, Violett, pastellige Grün- und Blautöne, dunkles und kühles Rot
Herbsttyp Blasse Haut mit Goldstich, kann auch gebräunt sein und Sommersprossen haben, Braune, Olivgrüne oder Grüntürkise Augen, Braun- oder Rottöne Haare kräftiges Rot oder Orange, goldenes Gelb, Warme Braun- und Erdtöne
Wintertyp Heller Porzellan-Teint oder dunkler, olivfarbener Ton, Blau oder Braune Augen mit kühlem Unterton, Dunkelbraune oder Schwarze Haare Kräftige Farben wie ein sattes Rot oder Blau, volle Farben mit kühlem Unterton
Für warmen Farbtypen mit gelblichen Hautton und Haaren mit goldenem Schimmer sind warme Farben wie Rottöne, Gelb, Orange oder Erdfarben geeignet.

Kalte Farbtypen haben einen Teint mit bläulichem Unterton, aschblonde, aschbraune oder schwarze Haare. Zu diesem Farbtyp passen kühle Farben wie Blautöne, Grau, Schwarz oder Weiß.

Wie stelle ich eine Farbpalette zusammen?

Hier ist es nicht unbedingt notwendig, dass die Farben dieselbe Helligkeit und Sättigung aufweisen oder komplementär zueinander sind. Die Farben einer Farbpalette passen optisch zueinander und wirken intuitiv miteinander, ohne das dies genauer durch Regeln erklärt werden kann.

Anhand einer Farbpalette kannst du Outfits mit vorhandenen Kleidungsstücken und deinem eigenen Farbarrangement zusammenstellen. Um eine Farbpalette auszuwählen kannst du dir Inspiration im Internet suchen. Es gibt Webseiten, auf denen du den Farbton deiner Kleidung bestimmen kannst und dann deine eigene Farbpalette angezeigt bekommst.

Du kannst durch Farbpaletten ein allgemeines Verständnis dafür bekommen, welche Farben gut miteinander harmonieren und welche Farben zu Kleidung zusammenpassen, die du bereits besitzt.

Wie viele Farben sollte ich miteinander kombinieren?

Du fragst dich, wie viele Farben du stilvoll miteinander kombinieren kannst, ohne das dies zusammengewürfelt wirkt?  Hierfür können wir dir keine Antwort geben, die immer gültig ist. Jedoch sehen weniger Farben, die bewusst eingesetzt werden, meist wesentlich edler aus. Oft wirkt eine Farbkombination aus zwei Farben stimmig.

Möchtest du weitere Farbe zum Stylen verwenden, solltest du achtet darauf, diese nur als Akzent einsetzen, zum Beispiel durch Accessoires wie eine kleine Clutch oder Schuhe. Klassische Blue Jeans und Nichtfarben sind extrem schlicht und passen zu allem, daher brauchst du diese nicht mit einzurechnen.

Welche Tools kann ich nutzen, um eine tolle Farbkombination zu finden?

Im Internet findest du einige Tools, die dir helfen eine Farbpalette auszuwählen und deinen Farbtypen herauszufinden. Wenn du bei einem Outfit nicht weißt, welche Farben zusammenpassen, gibt es einen einfachen Trick: Du kannst dich einfach an Produktfarben oder Markenlogos großer Firmen orientieren.

Firmen achten in der Regel auf die Harmonie von verwendeten Farben, damit diese attraktiv für die Konsumenten wirken. Dabei musst du auch nicht exakt den gleichen Farbton verwenden wie beim Produkt, sondern auch leicht hellere oder dunklere Töne nehmen. Dies gilt besonders, wenn dir die Farben sonst zu knallig wären.

5 Tricks für eine gelungene Kombination von Farben

Bei Farbkombinationen kannst du auf starke Kontraste setzen, indem du Farben wählst, die sich im Farbkreis gegenüber liegen. Oder du trägst ein Outfit mit sanften Farbabstufungen derselben Farbe. Was du auch bevorzugst: Wir möchten dir das Kombinieren von Farben hier durch Tipps vereinfachen.

Wirkung von Farbkombinationen

Wählst du eine Hose oder Rock mit dunkler Farbe und ein Oberteil in einer hellen Farbe, erscheint deine Silhouette besonders vorteilhaft. Als Frau kannst du zu deinem Oberteil eine hochgeschnittene Hose oder einen Bleistiftrock in dunklen Farben wie Schwarz, Dunkelgrau oder Marineblau tragen.

Die dunkle Farbe sorgt dafür, dass deine Taille, Hüfte und Po schmaler wirken. Wählst du dazu beispielsweise ein Oberteil in Rot, sticht dieses besonders hervor und lenkt die Aufmerksamkeit auf sich.

Hier ist ein Junge mit einem roten Pullover und einer hellblauen Jeans zu sehen, der draußen an einem Tisch sitzt.
Hier siehst du, wie auffällig ein roter Pullover wirken kann. Eine intensive Farbe ist ein absoluter Blickfang und kann von dir bewusst eingesetzt werden, um ein tolles Outfit zu kreieren (Bildquelle: Jannis Lucas / unsplash.com).
Neben dem gezielten Einsatz von Farben gibt es noch viele Stylingtipps und -tricks, um kräftige Oberschenkel oder ein kleines Bäuchlein nicht so auffallen zu lassen.

Verwendung von Ton in Ton-Kombinationen

Outfits, die Ton in Ton gehalten werden, strahlen Harmonie aus. Ein Beispiel hierfür ist ein sanftes Pastellgelb das mit einem kräftigen Sonnengelb kombiniert wird. Diese Töne sind sehr ähnlich, aber nicht komplett identisch. Ein gesamtes Outfit in einer Farbe kann langweilig oder gegebenenfalls komisch wirken.

Einen Farbton in einer blasseren oder kräftigeren Variante wieder aufzugreifen, lockert das Outfit etwas aus und lässt es interessanter wirken.
Welche Farbtöne du hierfür auswählt, ist abhängig von deinen Präferenzen und deinem Farbtyp (Frühling, Sommer, Herbst und Winter). Du kannst dich hier auch an aktuellen Trends orientieren.

Nutzung von analogen Farben für einen harmonischen Eindruck

Analoge Farben liegen im Farbkreis direkt nebeneinander, wie etwa rot und rot-orange. Diese analogen Farben wirken zusammen besonders harmonisch und lassen sind daher leicht kombinieren.

Such dir eine Farbe aus, die du als Grundlage für dein Outfit benutzen möchtest und ergänzt dein Outfit dann durch Analogfarben. Hier sehen auch mehr als zwei verschiedene Farben in einem Outfit noch elegant aus.

Eine fliederfarbene Bluse passt beispielsweise super zu einem Pullover in Dunkelviolett und einem Mantel in Rosé. Diese Farbkombination wirkt stimmig und angenehm fürs Auge. Oft eignen sich auch Accessoires zum Einsatz von Analogfarben.

Einsatz von Komplementärfarben für interessante Kontraste

Komplementäre Farben liegen sich im Farbkreis direkt gegenüber und ergeben zusammen den größtmöglichen Kontrast. Hier dienen Rot und Grün als Beispiel. Diese Farben sind schwer zusammen in einem Outfit einsetzbar, da sie komplett gegensätzlich sind und die Kombination meist als unharmonisch wahrgenommen wird.

Hier haben wir dir die Primärfarben und ihre Komplementärfarben noch einmal aufgelistet:
Primärfarbe Komplementärfarbe
Rot Grün
Blau Orange
Gelb Violett
Verringert man jedoch die Helligkeit der Farbe, können auch komplementäre Farben zusammen gut aussehen. Dazu  wählst du ein Kleidungsstück aus, das Schwarzanteile besitzt. Dadurch wirken die Farben etwas neutraler und können so besser zusammen getragen werden. Es ist also nicht unmöglich komplementäre Farben zu kombinieren ─ es bedarf nur mehr Fingerspitzengefühl.

Hier ist ein Mädchen zu sehen, dass ein weißes Kleid mit roten und grünen Streifen trägt.
Dies ist ein Beispiel dafür, dass komplementäre Farben wie Rot und Grün sich nicht beißen müssen, sondern auch gut kombiniert werden können (Bildquelle: Caroline Veronez / unsplash.com).
Wenn du hoch gesättigte komplementäre Farben trägst, kannst du durch eine neutrale Farbe wie Weiß zwischen diesen Farben ein harmonischeres Outfit kreieren. Du könntest etwa ein weißes T-Shirt zwischen der komplementären Jacke und Hose einsetzen.

Wenn du Aufmerksamkeit erregen möchtest, sind Komplementärfarben die richtige Wahl. Sie lassen dich zielsicher erscheinen und garantieren dir einen starken Auftritt.

Anwendung von Kontrastfarben als Akzentsetzung

Du kannst Kontrastfarben sehr schön einsetzen, um eins deiner Kleidungsstücke oder Accessoires besonders zur Geltung zu bringen und dieses in den Fokus zu rücken.

Hell-Dunkel-Kontrast

Beim Hell-Dunkel-Kontrast geht es um die Helligkeit und Dunkelheit eines Farbtons. Hier lassen sich Tiefenwirkungen erzeugen, da helle Töne optisch zurückweichen und dunkle Töne zuerst wahrgenommen werden.

Wenn du eine hellblaue Jeansjacke trägst und dazu ein schwarzes Shirt, dann entsteht ein Hell-Dunkel-Kontrast. Schwarz und Weiß eigen sich gut für diesen Kontrast, jedoch lässt sich natürlich auch mit anderen Farben ein Hell-Dunkel-Kontrast bilden.

Kalt-Warm-Kontrast

Der Farbkreis wird in warme und kalte Farben unterteilt, die kombiniert spannende Farbkombinationen ergeben können. Rot, Gelb und Orange gelten als warme Farben, da sie mit Lichtquellen assoziiert werden, bläuliche Töne wirken im Vergleich eher kühl. Warme Farben treten eher in den Vordergrund, kalte Farben weichen in den Hintergrund.

Hier ist ein Mädchen zu sehen, dass eine blau-rote Jacke trägt.
Hier wird deutlich, wie gut kalte und warme Farben zusammen aussehen können. Die Kombination ist ein echter Hingucker (Bildquelle: Bhavya Shah / unsplash.com).
Eine Bluse im kühlen Hellblau kann zusammen mit einer Hose im kräftigen, warmen Orange super aussehen. Hier solltest du nur zwei Farben kombinieren, damit dein Outfit nicht zu bunt und zusammengewürfelt aussieht.

Fazit

Farben, die im Farbkreis nah beieinander liegen, ergeben oft einen tollen Look, da sie gut miteinander harmonieren. Auch wenn du mehrere Kleidungsstücke derselben Farbe, aber unterschiedlicher Farbintensitäten, miteinander kombinierst, sieht dies zusammen gut aus. Komplementäre Farben wirken oft unharmonisch können aber durch Verringerung der Farbhelligkeit miteinander kombiniert werden.

Außerdem kannst du Kontraste nutzen, um bestimmte Kleidungsstücke in den Vordergrund zu stellen. Beim Farben kombinieren geht es viel ums Ausprobieren. Moderegeln ändern sich ständig und entwickeln sich weiter. Ebenso kannst du auch als Sommer-Farbtyp mit Farben experimentieren, die sich eher dem Herbst zuordnen lassen. Wichtig ist, dass du dich bei der Anzahl der Farben auf wenige beschränkst, da dies meist eleganter aussieht.

Bildquelle: Unsplash.com / BBH Singapur